- Klasse B gibt es ab 18 Jahren — oder ab 17 mit Begleitetem Fahren (§ 48a FeV).
- Den Antrag kannst du schon 6 Monate vor dem Mindestalter stellen.
- Theorie: 12 Doppelstunden Grundstoff plus 2 Doppelstunden Zusatzstoff Klasse B — bei bereits vorhandener Fahrerlaubnis (z. B. AM) genügen 6 Doppelstunden Grundstoff.
- Praxis: 12 besondere Ausbildungsfahrten — 5 Überland, 4 Autobahn, 3 bei Dunkelheit.
- Prüfung: Theorie und Praxis; Ausbildung im Automatik schränkt auf Automatik ein (§ 17a FeV).
1. Die Etappen: vom Antrag zum Führerschein
Der Weg zum Autoführerschein folgt einem klaren Ablauf: Du meldest dich in der Fahrschule an und stellst den Antrag auf Fahrerlaubnis bei deiner Fahrerlaubnisbehörde. Den kannst du bereits sechs Monate vor Erreichen des Mindestalters stellen — so verlierst du keine Zeit. Danach laufen Theorie und Praxis parallel oder nacheinander, wie es zu deinem Leben passt. Zum Schluss stehen die beiden Prüfungen an; nach bestandener Prüfung stellst die Behörde dir den Führerschein aus.
Wichtig zu wissen: Die Klasse B gibt es regulär ab 18 Jahren. Mit Begleitetem Fahren (§ 48a FeV) startest du schon mit 17 — Ausbildung und Prüfung sind dieselben, das Fahren bis zum 18. Geburtstag erfolgt aber nur mit einer eingetragenen Begleitperson.
2. Theorie: 12 + 2 Doppelstunden
Die Theorie-Ausbildung ist in der Fahrschüler-Ausbildungsordnung festgelegt: Für Klasse B lernst du 12 Doppelstunden Grundstoff (für alle Klassen gleich) und zusätzlich 2 Doppelstunden klassenspezifischen Zusatzstoff. Hast du bereits eine Fahrerlaubnis (zum Beispiel Klasse AM), genügen statt 12 nur 6 Doppelstunden Grundstoff; den Zusatzstoff und Details zur Anrechnung klären wir mit dir. Inhalt sind die Verkehrsregeln, das Verhalten im Straßenverkehr und eine umweltbewusste Fahrweise — die Grundlage, um sicher und souverän unterwegs zu sein und die Theorieprüfung zu bestehen.
3. Praxis: Übungsstunden und Sonderfahrten
In der Praxis lernst du in festgelegten Sachgebieten: vom sicheren Umgang mit dem Fahrzeug über das Fahren in verschiedenen Verkehrssituationen bis zur Vorbereitung auf die Prüfung. Zusätzlich gehören besondere Ausbildungsfahrten dazu — die bekannten 12 Sonderfahrten: 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Fahrten bei Dunkelheit. Sie sorgen dafür, dass du alle Verkehrssituationen wirklich erlebt hast, bevor du allein fährst.
Hinweis: Das ist der Stand der geltenden Ausbildungsordnung. Eine Reform der Fahrerlaubnis-Ausbildung ist in Vorbereitung — wir halten unsere Ratgeber aktuell.
4. Die Prüfungen
Nach der Ausbildung folgen zwei Prüfungen: die Theorieprüfung und die praktische Prüfung. Beide sind in der Fahrerlaubnis-Verordnung geregelt (§§ 15–18 FeV, Anlage 7) und werden durch unabhängige Prüforganisationen — zum Beispiel TÜV oder DEKRA — abgenommen. Deine Fahrschule bereitet dich gezielt darauf vor und meldet dich zu beiden Prüfungen an.
Automatik oder Schaltung? Lernst du auf einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe, wird dein Führerschein auf Automatik beschränkt (§ 17a FeV) — du darfst dann nur Automatik-Autos fahren. Ausbildung auf Schaltgetriebe berechtigt zu beidem. Sprich uns an, wenn du unsicher bist, welcher Weg für dich passt.
5. Entscheidungshilfe: Welcher Weg passt zu dir?
| Deine Situation | Dein Weg |
|---|---|
| Du bist 17 Jahre alt | Klasse B mit Begleitetem Fahren (§ 48a FeV) — Prüfung wie üblich, danach fahren mit eingetragener Begleitperson bis 18 |
| Du bist 18 Jahre oder älter | Reguläre Klasse B — Antrag, Ausbildung, Prüfungen |
| Du fährst später nur Automatik | Ausbildung im Automatik möglich — aber Beschränkung auf Automatik (§ 17a FeV) |
| Du willst maximale Freiheit | Ausbildung auf Schaltgetriebe — berechtigt zu Automatik und Schaltung |
6. Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann ich Klasse B machen?
Regulär ab 18 Jahren. Mit Begleitetem Fahren (§ 48a FeV) geht es schon mit 17 — dann fährst du bis zum 18. Geburtstag nur mit einer eingetragenen Begleitperson.
Wann sollte ich den Antrag stellen?
Frühestens sechs Monate vor dem Mindestalter — so kannst du direkt nach dem Geburtstag durchstarten.
Wie viele Sonderfahrten sind Pflicht?
12 besondere Ausbildungsfahrten: 5 Überland, 4 Autobahn und 3 bei Dunkelheit (Fahrschüler-Ausbildungsordnung).
Was kostet der Autoführerschein?
Das hängt von deinem individuellen Ausbildungsumfang ab (Unterricht, Fahrstunden, Prüfungsgebühren). Sprich uns an — wir beraten dich persönlich und transparent.
